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Da Norwegens Landschaft sehr stark zerklüftet ist, wurde die Ausbildung einer
staatlichen Einheit in der frühen Geschichte eher gehindert. Dadurch sind in der
Zeit vom 5 Jhdt. bis etwa zum 9 Jhdt. zahlreiche und mächtige
Adelsherrschaften entstanden. Erst im 9 Jhdt. wurde Norwegen durch
den Sieg von Harald Hårfagre (Schönhaar) über die Stammeskönige zu einem
einheitlichen Königreich zusammengeschlossen.
Norwegen hat um 800 n.Ch. begonnen, sich an Wikingerzügen zu beteiligen.
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Der Zusammenschluss zu einem einzigen Königreich hielt aber nicht lange und das Land
zerfiel sehr bald wieder in mehrere Teilreiche. Das nutzten die
dänischen König aus, denen es bis 1200 mehrmals gelang, das Land zu beherrschen.
König Olav Haraldsson versucht, Norwegen zu befreien und neu zu einigen. In der Nähe von
Trondheim wird er aber von einem Bauernaufgebot besiegt und getötet. Olav wird später dann
heilig gesprochen.
Im 11. Jahrhundert wurde auch das Christentum eingeführt.
Um 1050 wurde Oslo durch Harald Hårdråde (der Gestrenge) gegründet.
Harald fällt im Kampf um die englische Krone im Jahr 1066. Diese Schlacht geht
als der letzte große Wikingerzug in die Geschichte ein.
Zwischen 1100 und 1200 gibt es immer wieder Unruhen und Bürgerkriege, da es keine
klare Ordnung für die Thronfolge gibt. Mit dem Bischofsitz Nidaros (Trondheim) wird
Norwegen Diözese. Island wird dabei dem Bischof von Nidaros unterstellt und gelangt so
immer mehr unter Norwegens Herrschaft. Die Kirche erhält das Recht, eine Wahl zwischen
Thronkandidaten zu treffen.
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Haakon der VI. einigt das Land und Norwegen beginnt aufzublühen, man gewinnt
Island und Grönland. In dieser Zeit werden auch die Rechte und Pflichten des Königs
festgelegt.
Nach und nach kommt es aber immer wieder zu mehr Spannungen im Land. Haakon der VI. heiratet
1363 die dänische Königstochter Margarete und leitet damit eine über
400 Jahre dauernde Union Norwegens mit Dänemark ein. Der gemeinsame Sohn
Olav wird 1375 König von Dänemark und 1380 schließlich auch
König von Norwegen. 1397 vereinigt Maragerete (Olav starb 1387) dann die 3 Reiche Norwegens, Dänemarks
und Schwedens zur Kalmarer Union Skandinavien.
1350 vernichtet die Pest die Hälfte der norwegischen Bevölkerung
- 180 000 Menschen müssen ihr Leben lassen!
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Die Union zerfällt sehr bald wieder, Norwegen bleibt aber bei Dänemark.
Norwegen wird zur Provinz, der Reichsrat wurde aufgelöst und Dänen als
Lehensmänner eingesetzt, bei denen die wichtigsten Verwaltungsaufgaben
des Landes lagen. Nach der Pest liegen nach wie vor viele Felder brach,
vermehrt heiraten sich ausländische Adelige (Deutsche, Dänen und
Schotten) ein und geben den Ton an. Damit verlieren die Norweger in der
Verwaltung und auch im Handel ihr Mitspracherecht.
Die Reformation fand bei den Norwegern keinen Anklang, so plante der
katholische norwegische Bischof Olav Engelbrektson die Errichtung eines
selbständigen Königreichs Norwegen. Letztlich scheitert er aber an der
Apathie des norwegischen Volkes.
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Die Reformation wurde nach dänischem Vorbild durchgeführt und der
dänische Kultureinfluss damit vergrößert. Das Selbstbewusstsein
wird in der Nordischen Kriegen von 1700-1721 gestärkt, in denen sich
die Truppenkontingente der Norweger bewähren. Norwegische Patrioten
erhoben um 1750 zwar die Forderung nach einer landeseigenen Universität
und finanzieller Selbstverwaltung, eine Trennung von Dänemark wurde
zu dieser Zeit aber noch nicht gefordert.
Die napoleonischen Kriege führen dann zu einer raschen Wende. Im Kieler
Frieden (1814) muss Friedrich der VI. Norwegen an Schweden abtreten.
Die Norwegen waren über die Vorgangsweise Dänemarks empört. In Eidsvoll
trat eine gewählte Bürgerversammlung zusammen und man gab dem Land eine
eigene Verfassung als selbständiges Königreich mit eigenem Parlament.
Man gab aber insofern nach, indem man einen Schweden zum König von
Norwegen machte. Die Spannungen in dieser norwegisch - schwedischen Union
waren aber sehr groß und der Ruf nach Freiheit und Unabhängigkeit wurde
immer lauter.
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Die Union zwischen Norwegen und Schweden löst sich nach langen Streitigkeiten
dann 1905 endgültig auf, nachdem Norwegen eine der größten Handelsflotten
der Welt aufgebaut hatte.
Durch den Svalbard-Vertrag von 1920 erhält Norwegen die Oberhoheit über
die Inselgruppe Spitzbergen.
Im 2. Weltkrieg wird Norwegen 1940 durch Deutschland besetzt. Die 5-jährige Besetzung
endete mit einem Rückzug mit erheblichen Zerstörungen in Nord-Norwegen.
1949 tritt Norwegen der NATO bei, verbietet aber ausländischen Mächten
Militärstützpunkte zu errichten. 1960 beteiligt man sich an der Gründung
der europäischen Freihandelszone EFTA, in einer Volksabstimmung 1972
entscheidet sich das norwegische Volk aber mit 54% gegen einen Beitritt zur EU.
Um 1970 beginnt man mit der Ölsuche in der Nordsee, 1976 dehnt man die Fischereizone
auf 200 Seemeilen aus.
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