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14. Tag - Freitag, 17. Juli 1992




Wal

Walsafari
in Andenes

 

Über die Campingplätze:
Campingplätze sind in Norwegen genügend vorhanden, in Ausstattung und Preisgestaltung hatte bis jetzt jedoch jeder seine Eigenheiten. Die Preise liegen zwischen 60 und 110 NOK pro Nacht, wobei ein höherer Preis nicht gleichzeitig Garant für bessere Ausstattung ist. Das Warmwasser ist teilweise gratis, teilweise werden 5 NOK oder gar 10 NOK für 4 Minuten Warmwasser verlangt. Einige haben Aufenthaltsräume, Küche, Waschraum, Dampfbad; andere nur Dusche und WC. Gratiswasser ist übrigens kritisch - es ist sehr oft kalt!
 
Gleich zu Beginn unserer Walsafari müssen alle 2 Tabletten gegen Seekrankheit einnehmen - rauhe See steht uns bevor. Danach gibt es eine imposante Diashow mit Musik - bzw. Walfischgeräuschen. Spitze. Anschließend Rundgang im Walfischmuseum - wir haben vieles dazugelernt, z.B. dass die Pottwale aufgrund ihrer Schwanzflosse wiedererkannt werden, diese ist so etwas wie ein Fingerabdruck bei den Menschen, jede ist verschieden. Dann stechen wir in See. Zuerst fahren wir ca. 1 1/2 Stunden hinaus, 8 Grad, sehr windig, (neuerlicher) Test auf Seetauglichkeit.
 
Dann der 1. Wal - Aufregung an Deck - doch wir sind zu weit weg - etwa 1000 m, wie man uns versichert. Bevor wir dort ankommen, ist der Wal bereits wieder untergetaucht. Man erklärt uns, dass ein Wal ca. 1/2 bis 3/4 Stunde unter Wasser bleiben kann, ehe er wieder für kurze Zeit an die Oberfläche muss, um nach Luft zu schnappen. Da ein Wal zumeist an derselben Stelle wieder auftaucht, fahren wir auf die Stelle seines letzten Auftauchens zu. Die Spannung steigt spürbar, die Photographen stehen mit den Fingern am Auslöser an der Reling ... die Motoren werden gedrosselt ... das Boot schaukelt an jener Stelle, an der das nächste Auftauchen des Wales vermutet wird. Und dann ist es wieder soweit - in etwa 500 m Entfernung eine Wasserfontäne - Motoren volle Kraft voraus - die ersten Photos werden geschossen. Bevor wir ihn jedoch erreichen, taucht er wieder unter. Beim Untertauchen ragt seine Schwanzflosse weit aus dem Wasser - ein 'Aaaahh' geht durch die Menge (und durch uns).
 
Dann ist wieder alles ruhig, bis etwa 25 Minuten später der Pottwal erneut auftaucht. Diesmal sind wir noch etwas näher an ihn herangekommen - einfach unbeschreiblich - man muss es selbst erlebt haben...
Nach etwa 6 Stunden ist die Fahrt dann zu Ende - die 575 NOK haben sich auf jeden Fall gelohnt.
 
Am selben Tag spulen wir noch ca. 300 km bis kurz vor Narvik herunter.
 
 

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