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3. Tag - Montag, 2. August 1999

Karte | Strecke



Um 00 15 verlassen wir die Fähre, der Zöllner will ganz genau wissen, wie lange wir bleiben, wo wir hinfahren und vor allem, was wir so an Alkoholika dabei haben. Nachdem wir absolut nichts zu verbergen haben, lässt uns das aber kalt und er lässt uns dann auch ohne Kontrolle durch.
 
Wir fahren dann auf der geplanten Route Richtung Vennesla los, um einen Zeltplatz für die erste Nacht zu finden. Der erste Abstecher in eine Seitenstraße ist ein Fehlschlag, woraufhin mein Reisepartner Bergi aufgrund der fortgeschrittenen Stunde schon etwas ungeduldig wird. Kurz nach Vennesla biegen wir dann Richtung Birkeland ab, wo wir nach etwa 500 m auch schon einen geeigneten Platz finden. Kurz nach 1 00 begeben wir uns zur Ruhe. Bergi schläft ausgezeichnet, ich fast gar nicht.
 
Um 7 00 stehen wir auf und bauen das Zelt ab. Die Wiese ist feucht und es ist ziemlich frisch.
Wir fahren zurück auf die 405 und biegen Richtung Vegusdal ab um kurz darauf an einem sonnigen und sehr ruhigen Platz eine Frühstücksrast einzulegen.



zwischen Vennesla und Åmli

zwischen Vennesla und Åmli

Nach 1 1/2 Stunden Pause gehts weiter. Die Strecke ist einfach herrlich, links und rechts der Straße immer wieder Seen, an denen wir öfter einmal stehen bleiben um die Natur in uns "einzusaugen" und die Ruhe zu genießen.
 
Am Ljosvatnet (-> Panorama) legen wir eine längere Rast ein und gehen schwimmen. Wir haben den See während unseres ganzen Haltes für uns allein, nur hin und wieder kommt ein Auto vorbei. Wir bleiben nach dem Bad ein ganze Zeit am See sitzen und lauschen der Ruhe.
 
Weiter geht es bis Åmli, wo wir für das Mittagessen (Müsli) Milch kaufen. Bereits 3 km nach Åmli zwingt uns der Fluss Nidelva zu einer weiteren Pause - die Stelle ist einfach zu schön, um einfach daran vorbeizufahren. Das Wasser ist um einiges kühler, was uns aber nicht davon abhält, wieder eine Runde zu schwimmen. dass wir heute nicht mehr bis Oslo fahren werden, ist uns jetzt schon klar. Das Wetter ist einfach zu schön und unsere Lust auf Wasser einfach zu groß.
 
Nach dieser Mittagsrast brechen wir Richtung Treungen am Nissersee auf. Wir fahren links am Nissersee entlang und biegen kurz vor Fjone links nach Dale ab. Von dort führt ein gebührenpflichtiger Weg zum Fyresvatn an der 355. Die Gebühr entrichtet man, indem man 20 NOK in ein Kuvert steckt, nachdem man seine Autonummer und das Datum draufgeschrieben hat. Das Kuvert wird in eine Box geworfen, den Beleg, der am Kuvert angeheftet ist, reißt man ab und nimmt ihn mit. Die Straße ist durchgehend eine Schotterstraße (ca. 25 km). Wer sein Auto allzu sehr liebt, lässt es lieber gleich sein. Die Fahrt ist sehr mühsam, man muss mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa 30 km/h rechnen. Am Napevatnet ist es zwar sehr schön, aber ein zweites Mal würde ich diesen Weg trotzdem nicht mehr einschlagen.
 
An der 355 angekommen geht es dann weiter Richtung Krossli. Kurz vor Krossli, nämlich in Hauggrend, steuern wir den Campingplatz Roan (72 NOK) an, der am Skredvatn liegt. Eine sehr gesprächige und freundliche Deutsche begrüßt uns vorerst mehrsprachig, da sie uns für Dänen hält. Wir kommen mit der Dame dann ganz nett ins Gespräch und wir erfahren, dass sie über den Sommer den Campingplatz betreut und dafür eine Hütte mehr oder weniger kostenlos bekommt. Meine Videokamera darf ich in ihrer Hütte aufladen ohne dafür extra Stromkosten bezahlen zu müssen. Am Platz ist sehr wenig los, außer unserem sind nur noch 2 andere Zelte zu sehen, eine Hütte ist belegt.
 
Nach dem Abendessen würfeln wir um Liegestütz. Bis 21 00 ist es angenehm warm, aber sobald die Sonne weg ist, wird es sehr rasch kühler, weshalb wir uns gegen 22 00 ins Zelt zurückziehen.

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