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5. Tag - Mittwoch, 4. August 1999

Karte | Strecke



Nichts direkt gegen Ekeberg Camping, aber so ein Stadt-Campingplatz hat schon sein eigenes "Flair". Der Geruch von Grillkohle bzw. der Gestank von Spiritus ist allgegenwärtig und kriecht natürlich auch ins Innere des Zeltes. Am Abend und in der Nacht ist es relativ laut - irgendwer schreit immer gerade herum - und am Morgen steht man in der Warteschlange um eine freie Duschkabine (oder besser: ein freies Duschkabinchen). Für das Duschen muss man hier allerdings nichts extra bezahlen, was bei 160 NOK aber auch schon ziemlich unverschämt wäre. Sonst muss man in Norge aber generell damit rechnen, für 5 Minuten Duschen 5 oder 10 NOK extra berappen zu müssen, wenn man nicht in eiskaltem Wasser duschen will.
 
Wer das Norwegen liebt, welches ich liebe, der wird sich hier sicher nicht so 100 %ig wohl fühlen.
 
Nachdem wir die ersten Postkarten geschrieben haben, fahren wir mit dem Bus in die Stadt. Der Chaffeur versteht keinen Brocken englisch, und so können wir es im nicht klar machen, dass wir ein 24-Stunden Ticket haben wollen. Wir kaufen dann ein normales Ticket zu 20 NOK. Am Bahnhof angekommen kaufen wir dann trotzdem noch ein 24-Stunden Ticket zu 40 NOK, mit dem man alle öffentlichen Verkehrsmittel im Bereich Oslo-Stadt nützen kann.



Karl Johans Gate - 34kb

Karl Johans Gate - Brunnen

Stadttheater - 16kb

Karl Johans Gate - Stadttheater

Schloss - 17kb

Schloss

Vigelandspark - 19kb

Vigelandspark

Direkt am Bahnhof beginnt die Karl Johans Gate, die bis zum Schloss führt. Die halbe Straße ist eine Baustelle, weshalb man sie zumindest derzeit nicht als Sehenswürdigkeit bezeichnen kann. Vom Schloss steuern wir dann Akker-Brygge an - ein wirklich äußerst sehenswerter Hafenteil mit vielen Lokalen und einem großen Einkaufszentrum. Im Maud's direkt am Hafen stillen wir unseren Durst. Nachdem ich mich mit einem astreinen "Tusen takk" für das Getränk bedankt habe, schenkt mir die Bedienung noch einmal nach.
 
Dann fahren wir mit der Straßenbahn zum Vigelandspark, der mir besser gefällt, als ich zuvor erwartet hatte. Denn bisher habe ich hauptsächlich schlechtes darüber gehört ("häßliche, fette Figuren - nichts Besonderes"). Über die Ästhetik der Figuren mag man ja streiten können, denn vom heutigen Schönheitsideal sind sie wirklich relativ weit entfernt. Aber der Gesamteindruck des gesamten Parkes ist schon sehr gut und meiner Meinung nach auf jeden Fall einen Besuch wert.
Nach einem Getränk im Vigelands-Cafe beschließen wir, nun doch nicht mehr zum Holmenkollen zu fahren. Da wir beide alles andere als typische Stadttouristen sind, fahren wir noch heute Richtung Lillehammer weiter und brechen den Besuch Oslos somit schon nach einem Tag ab.
 
Wir nehmen die E6, die kürzeste und schnellste Verbindung zwischen Oslo und Lillehammer. Die Strecke ist extrem langweilig und hat praktisch gar nichts zu bieten. Interessant höchstens die "Elch-Kreuzungen", wo der Zaun links und rechts der E6 unterbrochen ist, damit die Tiere passieren können. Entsprechende Verkehrsschilder warnen davor und man sollte hier wirklich besonders aufmerksam fahren. Die Olympiahalle in Hamar ist von der E6 aus gut zu sehen, dafür extra einen Zwischenstopp einzulegen, halten wir nicht für lohnenswert.
 
Gegen 21 00 kommen wir dann bei Stranda-Camping (95 NOK) an, wo uns beim allabendlichen Würfeln die Mücken plagen. dass der Platz direkt an der E6 liegt, trübt den ansonsten guten Eindruck des Platzes schon sehr und lässt Leuten mit "seichtem" Schlaf die Nacht sehr lang werden.
 

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