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Unser letzter Tag in Norwegen. Viele Tätigkeiten werden zum letzten Mal ausgeführt,
wie Unterlagsmatte aufrollen, Schlafsack verstauen, Zelt abbauen. Irgendwie sind
wir fast froh, dass das jetzt ein Ende hat, auch wenn es auch bedeutet, dass ein sehr
schöner Norwegenurlaub zu Ende geht.
Mit PKW und Zelt ist man zwar günstiger unterwegs, als mit einem Wohnmobil (Kosten
für Fähren und Campingplätze), aber der Schlafkomfort in einem Zelt ist schon
um einiges geringer. Und dem Wetter ist man mit dem Zelt auch mehr ausgeliefert,
als mit einem Wohnmobil. Glücklicherweise mussten wir das Zelt nie im Regen auf- oder
abbauen. Die geringere Reisegeschwindigkeit, die man mit einem Wohnmobil in der Regel
hat, fällt auf den Straßen in Norwegen nicht allzu sehr ins Gewicht, da sie ohnehin
kaum höhere Geschwindigkeiten erlauben. Evtl. für den PKW spricht noch, dass
es einige Straßen gibt, die nur mit einem PKW befahren werden dürfen.
Der Himmel gibt sich heute bedeckt, weshalb wir dem ansonsten sehr gut zum
Schwimmen geeigneten Bygdalsfjorden den Rücken zukehren. Wir nehmen eine eher direkte
Route nach Kristiansand und nehmen kurz nach Evje die 42 Richtung Tonsdal, 4 km
nach Sveindal geht es weiter auf der 460 Richtung Vigeland. Man kommt bei den beiden
sehr schönen Seen Ytre und Øvre Oydnevatnet vorbei.
Von Vigeland geht es dann auf der E39 bis Mandal, wo wir zum Sandstrand fahren.
Es herrscht zwar kein Badewetter, trotzdem wollen wir uns die für Norwegen
unübliche Strandart nicht entgehen lassen. In diesem Gelände wird besonders deutlich,
wie sehr die Norweger auf behindertengerechte Anlagen wert legen. Alle unebenen Stellen
im Gelände werden durch Holzbrücken ausgeglichen und es gibt sogar eine
Rollstuhlrampe direkt ins Wasser.
Auf der E39 geht es dann bis Kristiansand, wo wir die 15 00
Fähre gerade beim Beladen erwischen. Unser Ticket für 1 00
können wir so kurzfristig nicht mehr umtauschen, aber gegen einen Aufpreis von
103 NOK können wir auf das Schnellboot um 21 45
umbuchen.
Das Wetter zeigt sich heute wirklich von seiner schlechten Seite, was die erste
Stunde der Fährfahrt zu einem kleinen Abenteuer werden lässt. Das Schaukeln ist
zweitweise sehr stark, die gesamte Fähre knarrt und der Wind pfeift deutlich
hörbar übers Deck. Der Fahrkomfort ist bei dieser kleineren Fähre bei widrigen
Verhältnissen schlechter, als mit der herkömmlichen Fähre. Dafür ist man aber
auch etwa in der halben Zeit ins Hirtshals.
Nachdem die Fähre etwas verspätet
ausgelaufen ist, kommen wir erst gegen 1 00 an,
die langwierige Fahrt nach Salzburg kann beginnen. Um 4 00
passieren wie die dänisch-deutsche Grenze, gegen 6 00
sind wir in Hamburg. Bis München geht alles recht zügig, ab dann müssen wir uns
aber durch ein paar Staus quälen. Unsere endgültige Ankunft in Salzburg ist
dann um 14 30.
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