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6. Tag - Donnerstag, 2. August 2001

Karte | Strecke


Øvre Eidfjord
Vøringsfossen
Vøringsfossen

Der Morgen begrüßt uns - völlig unerwartet - mit herrlichem Sonnenschein. So fahren wir dann um 11 00 zum Fossli Hotel, von wo man den besten Ausblick auf den Vøringsfossen hat. Die 20 NOK Parkgebühr, die hier im Gegensatz zum Parkplatz etwas unterhalb zu bezahlen sind, lohnen sich auf jeden Fall. Neben der neuen Straße nach Fossli, welche durch ein paar Tunnel führt, wird die alte Straße weiter erhalten. Diese dient einerseits als Radweg, andererseits verkehrt hier der Trolltoget, ein kleiner Zug, welcher vor allem die kleinen Gäste faszinieren dürfte.

Vøringsfossen

Wenn man am Vøringsfossen die Fotografen beobachtet, kann man sich eigentlich nur noch wundern, denn sehr viele davon sind ganz offenbar dazu bereit, für ein gutes Foto ihr Leben aufs Spiel zu setzen. Sie nähern sich zentimeterweise dem Abgrund oder lehnen sich an Bäume, die ganz an der Kante stehen und bei denen man sich wundert, dass sie nicht schon alleine durch das Eigengewicht in die Tiefe stürzen.

Kjeåsen
Kjeåsen
Kjeåsen

Wir nutzen das nach wie vor vorzügliche Wetter und fahren zum Hof Kjeåsen, den man erreicht, indem man bei Eidfjord ins Simadalen abbiegt. Man fährt am Kraftwerk vorbei (dort gibt es übrigens auch eine geführte Tour) und kommt kurz darauf zu einem nicht zu verfehlenden Wegweiser, wo man den Hinweis findet, dass es zu jeder vollen Stunde nach oben geht und zu jeder halben Stunde nach unten. Die Straße ist nämlich relativ schmal und kann deshalb nur in einer Richtung befahren werden. Es geht relativ steil mit Serpentinen los, die zweite Hälfte bewältigt man durch einen unbeleuchteten Tunnel, der aber auch für Busse und große WoMos hoch genug ist.
 
Ein paar Meter nach dem Tunnel ist dann ein Parkplatz, von wo man noch ca. 5 Minuten Fußweg bis zum Hof hat. Der Ausblick über den Fjord ist wunderschön, und so beschließen wir, nicht gleich wieder nach unten zu hetzen, sondern eine Stunde zu bleiben.
 
Nach erfolgreicher Abfahrt (im Tunnel kam uns doch tatsächlich ein Bus entgegen!) fuhren wir weiter ins Tal hinein Richtung Skykkedalsfossen. Hier gabelt sich bald die Straße, eine davon führt in eine Sackgasse zu einem Parkplatz. Diese Straße ist aber schon recht schmal und für Gespanne nicht geeignet. Wer also mit einem Wohnwagen unterwegs ist, sollte am besten direkt den Parkplatz an der Gabelung nutzen. Über die Schotterstraße nach links könnte man direkt bis zum Wasserfall fahren, wir entschieden uns aber für die Sackgasse.
 
Der Weg zum Wasserfall führt immer entlang der Schotterstraße (vom hinteren Parkplatz führt ein kurzer Weg wieder auf diese), man könnte also auch problemlos mit einem Kinderwagen zum Skykkedalsfossen kommen.
 
Nach etwa 1/4 Stunde erreicht man eine Brücke, ab hier kann man rechts den insgesamt 600 m hohen Wasserfall sehen. Nach einer weiteren 3/4 Stunde (mit unseren zwei 3 und 5-jährigen Kindern) kommt man zu einem Steinfeld rechts neben dem Weg, von wo man näher an den Wasserfall heran kann. Es ist zwar eine kleine Kletterei (nichts für Kinder!), aber mit hat es Spaß gemacht.

Simadalen Hütte

Auf dem Weg zurück zu Sæbo Camping machen wir in Eidfjord kurz halt, da hier der Supermarkt bis 19 00 offen hat (der in Øvre Eidfjord schließt bereits um 18 00). Auch dieser Supermarkt akzeptiert wie der in Øvre Eidfjord Kreditkarten.
 
Das Grillen ist herrlich, auch um 21 00 hat es heute noch eine recht angenehme Temperatur, auch wenn die Sonne schon recht früh hinter den Bergen verschwunden ist.
 
Ein Platznachbar hat einen großen Fisch aus dem Eidfjordsvatnet an Land gezogen, er dürfte so an die 40 cm lang gewesen sein. Für mich als Nicht-Angler ein Riesending von Fisch.
 
Noch etwas zu Sæbo Camping: die sanitären Einrichtungen wurden seit meinem ersten Besuch 1992 nicht erneuert, einen dementsprechend niedrigen Standard weisen sie deshalb auch auf. Es ist zwar das Meiste vorhanden, was man braucht (Küche, Waschmaschine, Telefon etc.), aber das Alter ist der Einrichtung einfach anzusehen.
 

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