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14. Tag - Freitag, 10. August 2001

Karte | Strecke



Abschied von unseren Vermietern. Wir verlassen Rosendal so, wie wir es bei unserer Anreise vorgefunden haben - wolkenverhangen und verregnt. Über die 48, dann 550 fahren wir in Richtung Sunndal und dann durch den 11150 m langen Folgefonntunnel (Maut 55 NOK) nach Odda. Am Ende des Tunnels erwartet uns erfreulicherweise schönes Wetter, welches zu einem kleinen Zwischenstopp in der angeblich "hässlichsten Stadt Norwegens" - nämlich Odda - einlädt. Dass die Industrie hier eine große Rolle spielt, ist nicht zu übersehen. Trotzdem ist Odda nicht so hässlich, wie es gerne beschrieben wird. Allerdings würde ich hier auch nicht gerade gerne meinen Urlaub verbringen wollen.

Låtefossen

Kurz nach Odda kommen wir am wohl bekanntesten Wasserfall Norwegens vorbei, dem Låtefossen. Wie immer herrscht hier reger Betrieb. Dann weiter auf der E134 Richtung Røldal. Statt durch den Røldalstunnelen wählen wir die Route über der alten Haukelivegen, der kurz vor dem Tunnel links abzweigt.

Alter Haukelivegen
Alter Haukelivegen
Alter Haukelivegen

Der alte Haukelivegen war die erste Bergstrasse zwischen Ost- und Westnorwegen. Der Bau der Straße begann 1857 und wurde 1889 vollendet. Anfangs war die Straße nur 12 bis 14 Wochen für Pferdegespanne geöffnet, später dann 16 bis 20 Wochen für KFZ. 1960 wurde dann die neue Straße durch den Tunnel gebaut und im Winter 67/68 blieb sie zum ersten Mal ganzjährig geöffnet. Aber Achtung: der alte Haukelivegen ist für (größere) WoMos nicht geeignet, da die Straße streckenweise sehr eng wird und zudem ein Fahrverbot für Fahrzeuge mit einer Breite über 2.0 m herrscht. Der Umweg übers Rølalsfjell lohnt sich aber auf jeden Fall, die Landschaft ist einmalig.
 
Den nächsten Zwischenstopp legen wir dann in Røldal bei der Stabkirche ein, auch hier sind 20 NOK zu bezahlen, wenn man reinwill. Fotografieren ist in der Kirche generell untersagt. Røldal ist recht schön, die Temperaturen ab recht niedrig, da der Ort ringsum von Bergen umgeben ist und somit selbst im Sommer recht wenig Sonne abbekommt.

Valldalen

Kurz nach Røldal biegen wir dann nach links ins Valldalen ab und fahren bis zum Beginn des Stausees, wo wir eine kleine Essenspause einlegen. Es weht ein fast schon eisiger Wind, über uns dichte Wolken, im Hintergrund bricht aber immer wieder auch die Sonne durch.
 
Wir bleiben der E134 nicht lange treu, denn wir umfahren auch den Haukelitunnelen über die Aussichtsstraße, die mit Dyrskar ausgeschildert ist. Dieser Umweg ist auch mit großen WoMos problemlos zu bewältigen, bietet dafür aber bei weitem nicht die Aussicht, als es der Gamle Haukelivegen tat.

Votna, übers Haukelifjell
Grenze Hordaland/Telemark

Kurz nachdem man auf die E134 zurückkehrt, erreicht man die Grenze der Fylke Hordaland zur Telemark. Hier befindet sich auch ein großer Parkplatz, von dem aus man die Landschaft hervorragend genießen kann. Der Ståvatn und die umliegenden Berge bieten einmalige Motive und verleiten wohl jeden Fotografen zum mehrmaligen betätigen des Auslösers. Während wir also die Kameras zücken, vergnügen sich unsere Kinder beim Bauen von Steinmanderln.
 
Auch den folgenden Tunnel am Kjelavatn umfahren wir wieder, eine Schotterstraße führt kurz vor dem Tunnel rechts weg. Hier gilt eine Beschränkung auf 3 Tonnen, der Weg ist stellenweise auch wieder recht schmal. Mit unserem kleinen 5 m WoMo haben wir absolut keine Probleme, größere WoMos dürften aber hier schon Probleme bekommen. Wir halten auch diesen kleinen Umweg für lohnenswert, denn der Ausblick über den Kjelavatn ist fast schon als genial einzustufen.

Stabkirche Vinje

Bedingt durch die vielen Zwischenstopps kommen wir erst gegen 20 00 bei Åmot vorbei und so nehmen wir den direkten Weg nach Seljord. Wer genung Zeit hat, sollte unbedingt den Umweg über Dalen machen (ca. 20 km). Dalen habe ich während der 99er Reise genossen - die Serpentinen ins Tal bzw. der Blick von oben auf Dalen und den Bandakvatn ist ausgezeichnet.
 
Gegen 20 45 erreichen wir dann Sandnes Camping, etwa in der Hälfte nordöstlich des Sees. Am Eingang warnt man uns, dass es hier die beiden nächsten Nächte wegen eines Truckertreffens bis 2 00/3 00 in der Früh etwas lauter sein könnte. Wir bleiben aber trotzdem, da der Platz optisch einen sehr guten Eindruck macht und auch die Kinder gerne hier bleiben würden.
 
Mike und Sandra übernachteten dann zum ersten Mal im Zelt, was sie sehr begeisterte. Die Beiden haben dann auch sehr gut geschlafen, wir beiden Erwachsenen dafür fast überhaupt nicht. Zum einen waren die Trucker schuld, die bis 3 00 Musik spielten, zum anderen war es der Wind, der recht kräftig blies. Zudem liegt der Campingplatz direkt an der Straße, die zwar nicht stark befahren ist, aber gerade bei schlechtem Schlaf stört jedes einzelne Auto.
 

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