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Die Nacht hat es durchgeregnet, am Morgen kommt aber wieder die Sonne durch, was wir dazu nutzen,
um nach Rjukan - vorbei am Gaustatoppen - aufzubrechen. Von Tuddal sind es 23 km bis Rjukan.
Der Fv. 651 führt auf dieser Strecke von 470 m Seehöhe zuerst auf 1260 m hinauf und dann ins
200 m hoch gelegene Dale hinunter.
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Bei Stavsro (ca. 13 km nach Tuddal) ist ein größerer Parkplatz. Von hier aus hat man einerseits einen
guten Ausblick auf das 1461 m hohe Heddersfjell, andererseits ist das ein guter Ausgangspunkt für
eine Wanderung auf den Gaustatoppen (laut Touristinfo von hier ca. 2 Stunden Fußweg). Warme Kleidung ist
obligat, selbst jetzt im August bläst hier ein sehr frischer Wind - von der relativ niedrigen Seehöhe
darf man sich hier nicht beirren lassen. Kurze Zeit später taucht dann auf der linken Seite der Gipfel des
Gaustatoppen (1883 m) auf, der aber in Wolken gehüllt ist. Als ich dann während unserer weiteren Abfahrt
auf der rechten Seite ein rot schimmerndes Feld entdecke, ist der nächste Halt vorprogrammiert - Moltebeeren!
Das Pflücken vom Moltebeeren ist eine sehr feuchte Angelegenheit, da diese nur in sumpfigen Gebieten wachsen.
Wer Gummistiefel dabei hat, für den lohnt es sich, diese für ein solches Vorhaben auszupacken.
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Es führt dann eine Stichstraße zum Kvitåvatn, die wir auch nehmen. Am Parkplatz des Skistadions
gegenüber dem Berghotel Gaustablikken stellen wir unser WoMo ab und marschieren eine Schotterstraße neben der
Skipiste hoch. Die Wunden, die man hier der Natur zugunsten des Skigebietes zugefügt hat, sind schon tief
und jetzt im Sommer keineswegs ein Augenschmaus. Der Weg nach oben ist aber äusserst lohnenswert, der Blick
auf Rjukan und vor allem den Kvitåvatn ist phantastisch. Der Gipfel des Gaustatoppen ist aber nur ganz selten
zu sehen, da die Wolken den Blick auf ihn kaum einmal freigeben. Wir brauchen wegen der Kinder wieder
einmal überdurchschnitlich lang, fast 2 Stunden sind es hin und zurück. Aber wir sind ja zur Erholung hier,
und nicht um zu hetzen. Es gibt hier für sie einfach zu viel zu sehen, was sie fasziniert, wie Wollgras und
Moltebeeren.
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Die Straße weiter hinunter nach Rjukan ist extrem holprig, dementsprechend vorsichtig sollte man deshalb auch
fahren. Rjukan ist durch eine Ansiedelung des Betriebes "Norsk Hydro" aus der Taufe gehoben worden.
Der Ort entstand Anfang des Jahrhunderts und ist dann innerhalb weniger Jahre entstanden. Der Betrieb sorgte
für die gesamte, notwendige Infrastruktur und baute Wohnungen, Geschäfte, Krankenhaus etc.. 1928 wurde dann
die Krossobahn erbaut - eine Seilbahn, die auf eine Höhe von 886 m führt und die Einwohner auch im
Winter die Sonne sehen lässt. Auch diese Seilbahn wurde von Norsk Hydro gebaut und war ein Geschenk an die Arbeiter.
Wir gehen unserer aller Lieblingsbeschäftigung nach und suchen die Touristinfo auf, um nach Broschüren zu sehen.
Auch die Kinder sind wieder mit Begeisterung dabei.
Während der Rückfahrt zu unserem Campingplatz genießen wir vor allem die absolut herrliche Aussicht während
der Abfahrt nach Tuddal. Es herscht eine ausgezeichnete Fernsicht und so werden natürlich wieder zahlreiche Fotos
geschossen.
Am Abend werfen wir ein letztes Mal den Griller an - es ist schon unsere vorletzte Nacht in Norwegen, wenn man
die Fährüberfahrt nicht mitrechnet.
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