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Wir brechen relativ früh (8 45) in Narvik auf,
um genügend Zeit bis zur Fähre von Skarberget nach Bognes (95 NOK)
über den Tysfjord zu haben. Dabei kommen wir auch am sehr schönen Efjord vorbei.
[Panorama]
Das Wetter zeigt sich auch heute wieder von seiner besten Seite,
die Temperatur liegt gegen Mittag bei etwa 10°C.
Etwas mehr als 50 km sind es von Bognes bis Skutvik, für die wir genügend Zeit haben
und deshalb einen Abstecher zum Leuchtturm nach
Tranöy Fyr machen. Von der Abzweigung
bis zum Leuchtturm sind es 13 km - 13 km die sich mehr als lohnen! Der Leuchtturm
liegt in einer sehr schönen Umgebung, sodass unsere Auslöser wieder einem kleinen
Härtetest unterzogen und zahllose Bilder geschossen werden.
[Panorama]
Die Fährüberfahrt von Skutvik nach Svolvær dauert
2 Stunden, vor uns werden die
Gebirgszüge der Lofoten unaufhaltsam größer und wir laufen schließlich im Hafen
von Svolvær ein.
[Panorama]
[Panorama]
Wir nützen dieses Prachtwetter und machen noch einen Abstecher nach Henningsvær,
welches ca. 7 km abseits der E10 liegt. Saisonbedingt ist hier noch sehr wenig
los, weshalb wir ungestört und in aller Ruhe durch den Hafenort schlendern können.
Auch die Stockfischgestelle sind um diese Zeit
noch voll behangen, der Geruch des Fisches verbreitet seinen eigenen Flair.
Der Stockfisch wird ab Februar aufgehängt (es sollte frostfrei bleiben, da Frost die Qualität
vermindert) und bleibt in der Regel bis längstens Mitte Juni hängen,
teilweise wird er aber auch schon früher von den Gestellen genommen.
Wer also in der Hauptsaison anreist, wird nur noch leere Gerüste vorfinden.
Bei der Trocknung verliert
der Fisch ca. 85% seines Gewichts, für ein Kilo Stockfisch benötigt man
darum 9 bis 10 kg Fisch. Wird der Fisch dann später zubereitet, wird er vorher in Wasser
eingeweicht. Aus einem Kilogramm Stockfisch erhält man dann wieder 5 kg "Frischfisch".
Die Lofoten sind auf Grund des Klimas die optimale Gegend
für diese Art der Konservierung von Fisch. Um gute Ergebnisse zu erzielen, darf es nämlich
weder zu warm (Fliegen und Würmer) noch zu kalt (frieren)
sein und auch der Wind sollte regelmäßig und in der richtigen Stärke
wehen. Zudem sollte die Luft leicht salzhaltig sein, weshalb man die Stockfischgestelle
auch immer in Küstennähe findet. 1992 wurde versucht, Trockenfisch in Island herzustellen -
jedoch ohne den gewünschten Erfolg.
Der meiste Stockfisch wird nach Italien exportiert, auch Nigeria ist ein Abnehmer der auf diese Art
haltbar gemachten Fisch. Die Köpfe werden in der Regel zu Fischmehl
verarbeitet. Teilweise wird im Herbst zusätzlich Seelachs aufgehängt, welcher vor allem für
Hundefutter verwendet wird.
Jeder einzelne Fisch wird übrigens sorgfältig geprüft und in unterschiedliche
Kategorien (nach Länge, Dicke und Qualität) einsortiert.
Wir erreichen unsere Hütte in Reine gegen 18 30. Nach
einem kleinen Rundgang (selbstredend mit unseren Fotoapparaten als treue Begleiter)
und einem kleinen Imbiss (die Gammelbua hat geschlossen - diese ist außerhalb der
Saison nur am Samstag von 22 00 bis 2 00
geöffnet) geht es wieder zurück in unser Zuhause für die erste Woche.
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