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4. Tag - Sonntag, 27. April 2003

Karte


Das Wetter wird uns langsam wirklich unheimlich, denn es ist nun schon den vierten Tag hintereinander einfach perfekt. [Panorama]
 
So lockt uns die Sonne wieder recht früh aus den Betten und wir brechen Richtung Eggum auf, von wo wir nach Unstad gehen wollen.
 
Wir gehen die etwas längere Fahrt sehr gemütlich an und bleiben wieder sehr oft stehen, um zu fotografieren und um die Landschaft zu genießen.
 
Skulpturlandskap Nordland - 29kb Den ersten Zwischenstopp machen wir kurz vor Ramberg, wo der Beitrag von Moskenes zur Skulpturlandskap Nordland zu finden ist. Wer die Skulptur nicht kennt, wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit an ihr vorbeifahren, denn sie ist nicht mehr und nicht weniger als ein Zylinder aus Stein, der 8 m Durchmesser hat und 5 m hoch ist. Der japanische Künstler will damit die ewigen Gesetzmäßigkeiten symbolisieren - Untergang und Wiederkehr, Tod und Neubeginn.
 
Skulpturlandskap Nordland - diese Kunst-Initiative wurde 1988 ins Leben gerufen. Die 45 Kommunen der Fylke Nordland sollten alle ihre eigenen Kunstwerke haben, wobei aber nicht alle Kommunen mitgemacht haben, angeblich aus Kostengründen. Die einzelnen Kunstwerke wurden in der Zeit von 1992 bis 1995 erstellt, auf vier davon sind wir während unserer Tour gestoßen.
 
Flakstad Kirke - 29kb Ein paar Kilometer weiter werden wir von der Kirche in Flakstad sowie der herrlichen Umgebung aufgehalten, bevor wir den (mittlerweile kostenlosen) Nappstraumentunnel durchfahren. Über Leknes geht es dann vorbei an Borge (Wikingermuseum und Kirche), kurz danach verlassen wir die E10 und biegen Richtung Eggum ab.
 
Skulpturlandskap Nordland - Hode - 16kb Hier beginnt der Wanderweg nach Unstad. Gleich zu Beginn des Weges befindet sich wieder eine Skulptur der Skulpturlandskap Nordland, nämlich "Hode" - zu deutsch "Kopf" - von einem Schweizer Künstler namens Marcus Raetz. Je nachdem, aus welcher Richtung man diesen Kopf betrachtet, steht er entweder auf dem Kopf oder nicht.
 
Anfangs ist der Weg recht angenehm zu gehen und die Landschaft bietet auch etwas Abwechslung, aber er wird dann immer mehr zu einer relativ anstrengenden Hüpferei von Stein zu Stein und auch von Abwechslung in bezug auf die Landschaft ist nichts mehr zu sehen - es geht einfach nur am Meer entlang. Kurz nach dem Leuchttürmchen bei Kleivheia ist uns dann endgültig die Lust vergangen und wir kehren um, schließlich wollten wir es heute ja eher gemütlich angehen und so passt dieser Weg absolut nicht in unsere Vorstellungen des heutigen Tages.
 
Nach etwa vier Stunden kehren wir zum Ausgangspunkt am Parkplatz an der Ruine einer alten Radaranlage zurück und fahren mit dem Auto nach Unstad, denn das Ziel unserer Wanderung Sonnenuntergang bei Reine - 21kb wollen wir dann doch auch noch kennenlernen. Unstad liegt in einem weiten Tal, faszinierend finden wir hier vor allem das Gebäude am Friedhof, welches einer Kirche gleicht, für eine "richtige" Kirche aber viel zu klein ist.
 
Am Abend gehen wir dann wieder in Hamnøy essen (Dorschzunge bzw. Dorschfilet), denn bis Donnerstag hat das Restaurant in der Vorsaison geschlossen. Danach genießen wir noch den Sonnenuntergang an der Einfahrt zu Reine bevor wir diesen weiteren genialen Tag beschließen.

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