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Das Wetter wird uns langsam wirklich unheimlich, denn es ist nun schon den vierten
Tag hintereinander einfach perfekt.
[Panorama]
So lockt uns die Sonne wieder recht früh aus den
Betten und wir brechen Richtung Eggum auf, von wo wir nach Unstad gehen wollen.
Wir gehen die etwas längere Fahrt sehr gemütlich an und bleiben wieder sehr oft
stehen, um zu fotografieren und um die Landschaft zu genießen.
Den ersten Zwischenstopp machen wir kurz vor Ramberg, wo der Beitrag
von Moskenes zur Skulpturlandskap Nordland zu finden ist. Wer die Skulptur
nicht kennt, wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit an ihr vorbeifahren,
denn sie ist nicht mehr und nicht weniger als ein Zylinder aus Stein, der
8 m Durchmesser hat und 5 m hoch ist. Der japanische Künstler will
damit die ewigen Gesetzmäßigkeiten symbolisieren - Untergang und Wiederkehr,
Tod und Neubeginn.
Skulpturlandskap Nordland - diese Kunst-Initiative
wurde 1988 ins Leben gerufen.
Die 45 Kommunen der Fylke Nordland sollten alle ihre eigenen Kunstwerke haben,
wobei aber nicht alle Kommunen mitgemacht haben, angeblich aus Kostengründen.
Die einzelnen Kunstwerke wurden in der Zeit von 1992 bis 1995 erstellt, auf
vier davon sind wir während unserer Tour gestoßen.
Ein paar Kilometer weiter werden wir von der Kirche in Flakstad
sowie der herrlichen Umgebung aufgehalten, bevor wir den (mittlerweile kostenlosen)
Nappstraumentunnel durchfahren. Über Leknes geht es dann vorbei an
Borge (Wikingermuseum und Kirche), kurz danach
verlassen wir die E10 und biegen Richtung Eggum ab.
Hier beginnt der Wanderweg nach Unstad. Gleich zu Beginn des Weges
befindet sich wieder eine Skulptur der Skulpturlandskap Nordland,
nämlich "Hode" - zu deutsch "Kopf" - von einem
Schweizer Künstler namens Marcus Raetz. Je nachdem, aus welcher Richtung man diesen Kopf
betrachtet, steht er entweder auf dem Kopf oder nicht.
Anfangs ist der Weg recht angenehm
zu gehen und die Landschaft bietet auch etwas Abwechslung,
aber er wird dann immer mehr zu einer relativ anstrengenden
Hüpferei von Stein zu Stein und auch von Abwechslung
in bezug auf die Landschaft ist nichts mehr zu sehen - es geht einfach nur am Meer entlang.
Kurz nach dem Leuchttürmchen bei Kleivheia ist uns dann endgültig die Lust vergangen
und wir kehren um, schließlich wollten wir es heute ja eher gemütlich angehen und so passt dieser Weg absolut
nicht in unsere Vorstellungen des heutigen Tages.
Nach etwa vier Stunden kehren wir
zum Ausgangspunkt am Parkplatz an der Ruine einer alten
Radaranlage zurück und fahren mit dem Auto nach Unstad,
denn das Ziel unserer Wanderung
wollen wir dann doch auch noch kennenlernen. Unstad liegt in einem weiten Tal, faszinierend
finden wir hier vor allem das Gebäude am Friedhof, welches einer Kirche gleicht, für eine
"richtige" Kirche aber viel zu klein ist.
Am Abend gehen wir dann wieder in Hamnøy essen (Dorschzunge bzw. Dorschfilet),
denn bis Donnerstag hat das Restaurant in der Vorsaison geschlossen.
Danach genießen wir noch den Sonnenuntergang an der Einfahrt zu Reine bevor wir diesen
weiteren genialen Tag beschließen.
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