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Wir fahren heute über die sogenannte Kaiserroute von
Digermulen bis Svolvær und zurück.
Begleitet werden wir wieder von Geir Svendsen, welcher diese Strecke wie seine
Westentasche kennt und uns mit zahlreichen Hintergrundinfos versorgt.
Die Tour führt dabei entlang des Raftsundes über die beeindruckende Raftsundbrücke,
unter der auch die Hurtigruten hindurchfährt, über Fiskebøl immer
der Küste entlang bis Laukvik, über Vestpollen entlang der E10 bis nach
Svolvær.
Kurz vor Laukvik stoßen wir auf einen gestrandeten Wal, der hier seit Dezember liegt
und durch die nun steigenden Temperaturen langsam zu verwesen beginnt.
Wie es derzeit aussieht, will den Wal auch niemand beseitigen und so wird er wohl
noch eine Weile vor sich hinstinken.

In Laukvik hat man kürzlich eine neue Hafenmole
angelegt und dazu Unmengen
an Stein gesprengt. Der gesprengte Stein wurde um das Hafenbecken aufgeschüttet,
wodurch riesige Industriegründe entstanden sind, für die man jetzt Abnehmer sucht.
In Svolvær angelangt suchen wir zuerst die Turistinfo auf und machen
uns dann auf die Suche nach einem geöffneten Restaurant, was sich abermals als
schwierig erweist, da sehr viele geschlossen haben. So nehmen wir nur einen
kleinen Imbiss zu uns und gehen dann mit Geir in die
Lofoten Temagalleri, die
einem die Natur sowie die Geschichte der Inseln
und des Walfanges näher bringen will. Man bekommt hier auch einen äußerst interessanten
Film zu sehen, der die Inseln der Lofoten einmal etwas anders vorstellt,
als sonst üblich. So erfährt man in den 25 Minuten vieles
über die Natur, vor allem aber auch über die Geschichte der Besiedelung
und der Mythen rundum die Inseln im Nordmeer. Geir spricht übrigens den
deutschen Kommentar dieses Filmes. Leider wurde die Galerie 2004 wieder geschlossen.
Der Film wird nun in der Gunnar Berg Gallery gezeigt.
Nach unserer Rückkehr nach Digermulen fahren wir noch an die Orte
am Ende der Straße, nämlich Årnsteinen und Storfjell. Diese Orte
liegen sehr abgelegen und man kann sich ein Leben in diesen Häusern
nur sehr schwer vorstellen.
Die Aussicht zum Festland ist heute ausgesprochen gut, und so kann
man mit freiem Auge auch problemlos zum Leuchtturm Tranøy Fyr
sehen. Wir genießen den Sonnenuntergang und beobachten
später dann auch noch die Hurtigruten - Johannes von draußen und ich
vom Fenster unserer Hütte.
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