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9. Tag - Freitag, 2. Mai 2003

Karte


Wir fahren heute über die sogenannte Kaiserroute von Digermulen bis Svolvær und zurück. Begleitet werden wir wieder von Geir Svendsen, welcher diese Strecke wie seine Westentasche kennt und uns mit zahlreichen Hintergrundinfos versorgt. Die Tour führt dabei entlang des Raftsundes über die beeindruckende Raftsundbrücke, unter der auch die Hurtigruten hindurchfährt, über Fiskebøl immer der Küste entlang bis Laukvik, über Vestpollen entlang der E10 bis nach Svolvær.
 
Kurz vor Laukvik stoßen wir auf einen gestrandeten Wal, der hier seit Dezember liegt und durch die nun steigenden Temperaturen langsam zu verwesen beginnt. Wie es derzeit aussieht, will den Wal auch niemand beseitigen und so wird er wohl noch eine Weile vor sich hinstinken.

Wetterkapriolen - 18kb

In Laukvik hat man kürzlich eine neue Hafenmole angelegt und dazu Unmengen an Stein gesprengt. Der gesprengte Stein wurde um das Hafenbecken aufgeschüttet, wodurch riesige Industriegründe entstanden sind, für die man jetzt Abnehmer sucht.
 
In Svolvær angelangt suchen wir zuerst die Turistinfo auf und machen uns dann auf die Suche nach einem geöffneten Restaurant, was sich abermals als schwierig erweist, da sehr viele geschlossen haben. So nehmen wir nur einen Lofoten Temagalleri - 24kb kleinen Imbiss zu uns und gehen dann mit Geir in die Lofoten Temagalleri, die einem die Natur sowie die Geschichte der Inseln und des Walfanges näher bringen will. Man bekommt hier auch einen äußerst interessanten Film zu sehen, der die Inseln der Lofoten einmal etwas anders vorstellt, als sonst üblich. So erfährt man in den 25 Minuten vieles über die Natur, vor allem aber auch über die Geschichte der Besiedelung und der Mythen rundum die Inseln im Nordmeer. Geir spricht übrigens den deutschen Kommentar dieses Filmes. Leider wurde die Galerie 2004 wieder geschlossen.
 
Der Film wird nun in der Gunnar Berg Gallery gezeigt.
 
Nach unserer Rückkehr nach Digermulen fahren wir noch an die Orte am Ende der Straße, nämlich Årnsteinen und Storfjell. Diese Orte liegen sehr abgelegen und man kann sich ein Leben in diesen Häusern nur sehr schwer vorstellen.
 
Die Aussicht zum Festland ist heute ausgesprochen gut, und so kann man mit freiem Auge auch problemlos zum Leuchtturm Tranøy Fyr sehen. Wir genießen den Sonnenuntergang und beobachten später dann auch noch die Hurtigruten - Johannes von draußen und ich vom Fenster unserer Hütte.

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