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13. Tag - Dienstag, 6. Mai 2003

Karte


Heute ist es nun endgültig so weit - wir gehen auf den Digermulkollen, der schon den deutschen Kaiser Wilhelm II über alles fasziniert hat. Digermulkollen - Gedenktafel am Gipfel - 25kb Zwei Gedenktafeln stehen auch bei den Steinmanderln am Gipfel des Berges, der 316 m hoch ist. Seit einigen Jahren findet in Digermulen jährlich auch der sogenannte Kaisermarsch statt, der der Wanderroute des Kaisers folgt. [Panorama]
 
In einem Reiseführer steht geschrieben, dass der Digermulkollen einer der schönsten Aussichtsberge der Welt - ist und diesen Superlativ werden wir heute prüfen.
 
Der Weg beginnt gegenüber dem Kaufhaus und der Tankstelle und ist sehr gut markiert. Es geht durchwegs recht flach bergauf, der Digermulkollen sollte im Gegensatz zum Reinebringen wirklich von jedermann bewältigt werden können. Sobald es etwas steiler bergan geht, sind dicke Seile zu finden, die man in der Regel aber nicht benötigen wird. Im oberen Bereich stoßen wir auf einige Schneereste, die durch die Sonne oft recht aufgeweicht sind und man dadurch hin und wieder auch einbricht. Oben angekommen kann man über den weitläufigen Felsrücken spazieren, um abwechselnd den Ausblick in den Raftsund oder hinüber zum Festland zu genießen. Leider sind die Wolken etwas dichter geworden und so präsentieren sich manche Berge vor grauem Hintergrund. So empfinden wir den Ausblick zwar als schön, aber den Superlativ "einer der schönsten Aussichtsberge der Welt" können wir so nicht ganz bestätigen. Dass man aber bei ungetrübter Fernsicht in dermaßen überschwängliche Beschreibungen verfallen kann, können wir uns durchaus vorstellen.

Wetterkapriolen im Raftsund - 13kb

Nach etwa 2 1/2 Stunden kommen wir wieder unten an und fahren nach einem Kurzbesuch bei Geir zurück zur Hütte, um etwas später wieder einmal zur Raftsundbrücke zu fahren, um eines der Hurtigrutenschiffe auf seinem Weg durch den Raftsund zu verfolgen. Das Wetter gibt sich heute sehr dramatisch, Sonne und dicke Wolken wechseln einander unaufhörlich ab, die Gipfel um den Trollfjordtindan können den Regen bringenden Wolken nicht immer Einhalt gebieten.
 
In der Hoffnung, nur einen annähernd beeindruckenden Sonnenuntergang als gestern zu beobachten, fahren wir wieder auf den Parkplatz kurz vor Myrland. Während der Hinfahrt können wir Adler beobachten, wie sie von Möwen attackiert werden. Die Vesterålen halten sich dann aber bedeckt und so begeben wir uns auf den Weg zu Raftsundbrücke. Auf dem Weg dorthin stoßen wir dann auf 2 Elche, die knapp neben der Straße stehen.

Elche in freier Wildbahn - 36kb

Wir bleiben natürlich sofort stehen und können zwei weitere Elchkühe sehen. Einen Elch in freier Wildbahn zu beobachten, ist einfach etwas besonderes. So bleiben wir eine zeitlang stehen und beobachten sie so lange, bis sie endgültig im Wald verschwinden.
 
Den Abschluss bietet dann noch die Beobachtung der nordgehenden Hurtigruten - heute die kleine "Narvik" - von der Raftsundbrücke aus.

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