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Heute ist es nun endgültig so weit - wir gehen auf den Digermulkollen, der schon
den deutschen Kaiser Wilhelm II über alles fasziniert hat.
Zwei Gedenktafeln stehen auch bei den Steinmanderln am Gipfel des Berges, der
316 m hoch ist. Seit einigen Jahren
findet in Digermulen jährlich auch der sogenannte Kaisermarsch
statt, der der Wanderroute des Kaisers folgt.
[Panorama]
In einem Reiseführer steht geschrieben, dass der Digermulkollen einer der schönsten Aussichtsberge der Welt
- ist und diesen Superlativ werden wir heute prüfen.
Der Weg beginnt gegenüber dem Kaufhaus
und der Tankstelle und ist sehr gut markiert.
Es geht durchwegs recht flach bergauf, der Digermulkollen
sollte im Gegensatz zum Reinebringen wirklich von
jedermann bewältigt werden können. Sobald es etwas steiler bergan geht, sind dicke Seile
zu finden, die man in der Regel aber nicht benötigen wird. Im oberen Bereich
stoßen wir auf einige Schneereste, die durch die Sonne oft recht
aufgeweicht sind und man dadurch hin und wieder auch einbricht. Oben angekommen kann man
über den weitläufigen Felsrücken spazieren,
um abwechselnd den Ausblick in den Raftsund oder hinüber zum Festland zu genießen.
Leider sind die Wolken etwas dichter geworden und so präsentieren sich manche Berge
vor grauem Hintergrund. So empfinden wir den Ausblick zwar als schön, aber
den Superlativ "einer der schönsten Aussichtsberge der Welt" können wir
so nicht ganz bestätigen. Dass man aber bei ungetrübter Fernsicht in dermaßen
überschwängliche Beschreibungen verfallen kann, können wir uns durchaus vorstellen.
Nach etwa 2 1/2 Stunden kommen
wir wieder unten an und fahren nach einem
Kurzbesuch bei Geir zurück zur Hütte, um etwas später wieder einmal zur
Raftsundbrücke zu fahren, um eines der Hurtigrutenschiffe auf seinem Weg
durch den Raftsund zu verfolgen. Das Wetter gibt sich heute sehr dramatisch,
Sonne und dicke Wolken wechseln einander unaufhörlich ab, die
Gipfel um den Trollfjordtindan können den Regen bringenden Wolken nicht immer
Einhalt gebieten.
In der Hoffnung, nur einen annähernd beeindruckenden Sonnenuntergang als
gestern zu beobachten, fahren wir wieder auf den Parkplatz kurz
vor Myrland. Während der Hinfahrt können wir Adler
beobachten, wie sie von Möwen attackiert werden. Die Vesterålen halten sich dann aber
bedeckt und so begeben wir uns auf den Weg zu Raftsundbrücke. Auf dem Weg
dorthin stoßen wir dann auf 2 Elche, die knapp neben der Straße stehen.
Wir bleiben natürlich sofort stehen und können zwei weitere Elchkühe sehen.
Einen Elch in freier Wildbahn zu beobachten, ist einfach etwas besonderes.
So bleiben wir eine zeitlang stehen und beobachten sie so lange, bis sie endgültig
im Wald verschwinden.
Den Abschluss bietet dann noch die Beobachtung der nordgehenden Hurtigruten -
heute die kleine "Narvik" - von der Raftsundbrücke aus.
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