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6. Tag - 3. August 2005

Karte


Heute geht es weiter Richtung Averoy, wo wir unsere "Norwegen-Freunde-Besuchsrunde" fortsetzen. Auf Averoy hat eines der NF-Mitglieder ein Haus und dort werden wir dann neben Edith und Walter auch noch auf Olf treffen.
 
Im Märchenwald Zuvor gehen wir aber noch auf den unserer Unterkunft gegenüberliegenden Hügel, von wo aus man einen schönen Blick über den Oyre Sjoldalsvatnet hat. Der Baum- und Flechtenbewuchs dieses Hügels ist absolut herausragend. So herausragend, dass Sandra dazu meint: "Bitte sagt mir, dass das wirklich ist, denn ich glaube, ich bin im Märchen."
 
Nachdem wir die Hütte sauber gemacht und bezahlt haben (650 NOK pro Nacht, 15 NOK werden für die Bezahlung mit Kreditkarte als Extragebühr verlangt), brechen wir auf und lassen das sehr schöne Valdres für diesmal hinter uns.
 
Trügerische Idylle Gjendesheim Bevor wir aber zielstrebig in Richtung Averoy aufbrechen, geht es noch ein paar Kilometer zurück, nämlich nach Gjendesheim am Besseggen um die Erinnerungen an diese herrliche Bergtour, die ich während meines ersten Norwegenaufenthaltes im Jahr 1992 gegangen war, wieder etwas aufzufrischen. Am Ausgangspunkt der Tour geht es sehr touristisch zu, ein großer Parkplatz versucht dem Ansturm der vielen Wanderer und Touristen Herr zu werden. Von Gjendesheim geht regelmäßig ein Boot über den Gjende nach Memurubu von wo aus man dann den Besseggengrat entlang wieder zurück zum Parkplatz wandern kann. Man benötigt für die Tour etwa 7 Stunden, mit unseren Kindern leider (noch) nicht machbar.
 
Brücke am Naturstig Nachdem nun alle Erinnerungen an die Tour aufgefrischt sind, steuern wir unser erstes Zwischenziel auf dem Weg nach Averoy an, den Riddarspranget kurz vor Randsverk. Dabei passiert man auch den Naturstig, wo man 2 schöne Brücken über den Sjoa findet. Sjoa bedeutet wahrscheinlich so viel wie "Der Fluss der glitzert" und ist ca. 100 km lang. 1973 wurde ein Naturschutzgesetz erlassen, welches es verbietet, entlang des Flusses Wasserkraftwerke zu bauen um so die Natürlichkeit des Flusses zu erhalten. Einige Abschnitte werden auch von Wildwasserfahrern genutzt. Wildes campen ist entlang des Sjodalen aufgrund des Landschaftsschutzes in der Regel untersagt.
 
Beim Riddarspranget handelt es sich um eine schmale Stelle über diesen Fluss, über die der Erzählung nach im 14 Jahrhundert ein Ritter namens Sigvat mit der Braut des damals mächtigsten Mannes des Tales auf einem Pferd durchgebrannt ist und dabei über die Schmalstelle sprang. Als ihm dann der erste Verfolger nachsprang, stieß er diesen in die reißende Sjoa, woraufhin es keiner der anderen Verfolger mehr wagte, ihm nachzuspringen und der mutige Ritter so entkam. Mittlerweile hat man diese Stelle mit einem Zaun gesichert, da in den letzten Jahren immer wieder Unfälle passiert sind. Der Weg vom Parkplatz (auf dem sich auch eine Toilette befindet) ist recht kurz, in ca. 5-10 Minuten ist man an dieser besagten Stelle angelangt. Für eine kurze Zwischenrast also ideal geeignet, aber auch ohne Pausenbedürfnis auf jeden Fall empfehlenswert, weil der Riddarspranget nahezu direkt an der 51 liegt und praktisch keinen Umweg darstellt.
 
Altlantik Highway Altlantik Highway Altlantik Highway Nachdem wir dann die E6 erreicht haben, geht es durch das Gudbrandsdalen und später das Romsdsalen auf der E136 in Richtung Andalsnes weiter, dann durch den Innfjordstunnelen weiter bis Vestnes / Furneset, von wo die Fähre nach Molde geht. Der weitere Weg zu unserem heutigen Endziel führt uns über die 64 und den beeindruckenden, 1989 eröffneten, Atlantik-Highway, den man seit einiger Zeit nun auch mautfrei passieren kann. Wir erreichen den Altlanterhavsvegen zum Sonnenuntergang und so verbringen wir einige Zeit mit fotografieren und herumspazieren.
 
Gegen 2200 erreichen wir dann unser Ziel in der Nähe von Bruhagen.

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