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Bei der Morgentoilette zieht mir der Zustand der sanitären Einrichtungen den letzten Nerv. Nicht nur, dass es muffig riecht,
sondern bei näherer Betrachtung sind auch die Waschbecken sehr schmutzig. Nachdem ich dann bei 2 Duschen, die ich zuvor
reinigen musste, um nicht das Gefühl zu haben, nach dem Duschen schmutziger raus zu kommen als ich hinein ging und bei beiden
nach dem Einwurf von 5 Kronen kein Warmwasser kam, war für mich klar, hier so schnell als möglich wieder weg zu wollen.
Irgendwie hat man das Gefühl, dass die Besitzer des Platzes mit der Saison schon abgeschlossen haben. Auch der Strandbereich
ist alles andere als sauber, ein großer Haufen Hundekot verziert neben anderem Müll den Badebereich. Keine Empfehlung von
meiner Seite, es ist der bisher eindeutig schlechteste Platz dieses Urlaubes.
Nach dem Bezahlen der 360 NOK für die Hütte (ohne fließendem Wasser und WC), brechen wir in Richtung Tyrifjord auf, nämlich zu
Onsaker Camping. Diesen Platz haben uns zwei Ostdeutsche empfohlen, mit deren Tochter sich Sandra schon gestern am Abend
angefreundet hat.
Auf dem Weg dorthin fahren wir beim Vassfaret Bjørnepark vorbei, denn wir von der Reise von 2001 schon kennen. Unseren
Kindern haben die Bären und Elche (oder besser der eine, junge Elch, der ältere und größere ließ sich nicht blicken) wieder
gut gefallen, wir hatten den Park etwas besser in Erinnerung. Wer die Tiere möglichst hautnah erleben und auch eine kleine
Führung haben will, der sollte gegen 1200 oder 1600 im Park sein,
denn um diese Zeit finden die Fütterungen statt, bei denen
man auch recht interessante Infos zu Elch und Bär bekommen kann. Die 280 NOK für eine Familienkarte sind zwar schon
etwas happig, allerdings ist der Park wirklich sehr schön angelegt. Ein drittes Mal werden wir aber hier nicht mehr hinfahren.
Bis zum Campingplatz ist es dann etwas mehr als eine Stunde. Der Platz liegt direkt am Tyrifjord und ist sehr schön gelegen.
Als wir gegen 1600 ankommen, sind noch 2 Sorten von Hütten frei, eine kleinere und eine größere.
Da die kleineren Hütten nur 3 Betten haben, ist das für uns zu klein, weshalb wir uns für die größere Hütte entscheiden.
Die Hütten sind sauber und geräumig und machen vor allem auch einen sehr gepflegten Eindruck. Nach den schlechten Erfahrungen
mit Liodden Camping werfen wir auch einen kurzen Blick auf den Sanitärbereich und auch der ist absolut okay.
Für die große Hütte, die eine Spüle und Kochecke (allerdings kein fließendes Wasser) besitzt und einen Sandstrand mit direktem Blick
auf das Wasser hat, verlangen sie 420 NOK. Das halten wir im Vergleich zu den anderen Hütten,
die wir bisher kennen gelernt haben, für durchaus angemessen, eher sogar auf der günstigeren Seite, Wir sind auf jeden Fall alle sehr
froh, dass wir den Campingplatz schon heute gewechselt haben. Die beiden Ostdeutschen und ihre kleine Tochter nehmen die Hütte neben uns.
Auffallend ist, dass diese Woche schon viel leichter freie Hütten zu bekommen sind, als es noch letzte Woche war, die
Hauptsaison neigt sich eben schon merklich dem Ende zu.
Die Kinder haben viel Spaß mit dem Sand am Strand, wir werfen den Grill an und genießen das relativ schöne Wetter. Es ist zwar
reichlich bewölkt, aber bei doch recht angenehmen Temperaturen um 20 Grad lässt es sich gut aushalten. Und hin- und wieder
zeigt sich auch die Sonne.
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