
Freud und Leid der Pinguine
50 Jahre Walfang in Grytviken
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Anfang und Beute
Der Walfang in Südgeorgien nahm 1913 seinen Anfang. Innerhalb kürzester Zeit entstanden dort 6 Walstationen.
20 Fabriksschiffe und 60 Fangboote waren im Einsatz.
Anfangs wurden jährlich 10.000 Buckelwale (später auch Finnwale) gefangen, 1930 waren es bereits 40.000.
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1930 bis zu 40000 Wale im Jahr.
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Verwendung
Die Wale wurden hauptsächlich zur Ölgewinnung herangezogen (Öl für Lampen, als
Schmiermittel für Maschinen usw.), das Fleisch war eine Spezialität für den
Menschen, wurde aber auch als Tierfutter verwendet. Man versuchte,
möglichst alle Teile des Wales zu verwenden, so wurden die Knochen dann für
die Herstellung von Knöpfen herangezogen. Die Menschen waren sehr stolz,
dass die Verarbeitung mit immer besser werdenden Maschinen von statten ging.
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Die Menschen waren sehr stolz auf ihre Maschinen.
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Der Pinguin
Nutznießer des Walfanges waren neben dem Menschen auch die in dieser Region
sehr zahlreich vorhandenen Pinguine, da ein Nahrungskonkurrent mehr und
mehr immer weniger wurde. Allerdings nur anfangs. Wenn den Walfängern dann
nämlich die Kohle für den Betrieb der Maschinen ausging und der Nachschub
etwas auf sich warten ließ dann wurden - bitte festhalten - die Pinguine
als Brennmaterial verwendet!! Das Fett der Pinguine brannte sehr gut.
Zumeist wurden die Pinguine bei lebendigem Leib verbrannt, da die Zeit zum
töten fehlte!
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Nutznießer Pinguin wurde zum Opfer...
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Das Ende
Nach 50 Jahren musste der Walfang in Südgeorgien dann (endlich) eingestellt
werden, da der Walfang dort nicht mehr rentabel war. Bis dahin hatte sich
nämlich die Population der Buckelwale auf 1% und die der Finnwale auf 3%
ihres Standes von 1913 verringert.
Die Population der Pinguine hat sich mittlerweile wieder erholt, da ja der
Konkurrent Wal bei der Nahrungssuche nach wie vor fast fehlt. Der Mensch
hat in dieser Region das Gleichgewicht der Natur auf jeden Fall nachhaltig
gestört bzw. zerstört.
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Nach 50 Jahren war Schluß.
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